[>>]

15
Aug
2009

...

Ich sehne mich nach dem Meer...

...am Strand spazieren gehen, während der Wind durch die Haare wuschelt und man spürt, wie sich das Salz darin sammelt und verklebt...

...mit den Zehen im Sand wühlen und sie vom Wasser wieder sauber spülen lassen...

...nur das Rauschen des Windes hören und ab und zu mal ein Kinderlachen oder Hundebellen...

...zum Horizont sehen und kleine große Schiffe erkennen...

...Drachensteigern zusehen und an die Kindertage mit dem eigenen Drachen denken...

...warten, bis es dämmert und man den Sonnenuntergang kaum noch erwarten kann...

...der Sonne zusehen, wie sie sich langsam dem Horizon nähert, um dann plötzlich ganz schnell zu verschwinden...

...den dicken Pullover anziehen und sich kuschelig warm fühlen...

...nicht mehr nach Hause wollen...

22
Jul
2009

...

...und die spezifischen Antigene sind wieder gestiegen...

Wer hat eigentlich etwas dagegen, dass es ihm einfach mal gut geht?

15
Jul
2009

Status quo

Eigentlich ist es gerade nur ein Grund, mich vom Lernen abzuhalten. Aber gleichzeitig wird es auch mal wieder Zeit, Revue passieren zu lassen. Für mich selbst und meinetwegen auch für alle anderen.

Zuhause läuft einfach alles irgendwie seinen Gang. Nach der Entlassung schien alles gut zu gehen, er war geradezu euphorisch, der Wunsch, den Krebs losgeworden zu sein, schien sich fast erfüllt zu haben. Natürlich war man vorsichtig, aber es ging ihm ja so gut. Dann kam die Ernüchterung in Form einer Embolie. Aber auch die hat er gut überstanden. Lediglich bei allen anderen kam die Sorge zurück, dass er noch immer nicht an sich denkt. Und diese Sorge ist auch noch nicht genommen. Zwar ist er nun in der Reha und zieht es - etwas widerwillig - durch, aber wie geht es danach weiter? Bestrahlung nur als kleine Nebensache? EInfach weitermachen wie bisher?

Gleichzeitig war der typische Klausurstress. Die Angst, nicht zu bestehen, war noch ein wenig größer, plane ich doch die ersten Physikumsprüfungen im August. Mit unglaublich schlechten Gewissen fuhr ich am Wochenende vor der Klausur dennoch weg. Ich wollte und konnte mir das Turnier und das Treffen mit all den lieben Menschen einfach nicht entgehen lassen. Irgendwie dachte ich, reicht mein Lernen auch so für die Klausur. Und es hat. Ich habe alles richtig gemacht. Die Hühner haben mir sogar so viel Gelassenheit mit auf den Weg gegeben, dass ich lange nicht so nervös war wie zuvor.
Beide Klausuren habe ich bestanden, mit ein bisschen Glück und noch ein bisschen (viel) Lernen.

Also geht es jetzt nicht in die Semesterferien, sondern in eine weitere Lernphase, auch wenn ich ganz bestimmt nichts gegen einen Urlaub hätte. Aber das wird aufgeschoben, denn vielleicht kann ich diese Glückssträhne einfach weiterführen und die ersten beiden Physikumsprüfungen auch meistern.

Und im September wird dann alles nachgeholt. Denn meine beiden liebsten Hühner, Schätze, wie man sie sich nicht vorstellen kann, ziehen in die Nachbarstadt. Was anfangs nur so dahergesagt war, wird Wirklichkeit. So ganz glauben kann ich es noch nicht... aber genießen!

20
Jun
2009

Leben ist das, was passiert, während wir eifrig andere Dinge planen.

Manchmal läuft das Leben so erstaunlich schnell an einem vorbei.
Vor wenigen Wochen lautete die Diagnose Krebs. Das Wissen um all die Hintergründe und der Versuch, alles realistisch zu sehen, streiteten sich mit den Emotionen. Aber es nahm einfach alles seinen Lauf, er wurde stationär aufgenommen, operiert, war relativ schnell wieder auf den Beinen und jetzt ist er schon wieder zuhause. Es war nicht harmlos und es ist auch noch nicht überstanden, aber es ist gut.
Manche nennen es Schutzengel, der Arzt sagte "ein gutes soziales Netzwerk", ich glaube, es ist sein schier unbrechbarer Wille.

Also machen wir weiter so. Bald die Reha, dann Bestrahlung. Und mit ein bisschen Vetrauen und Optimismus wird auch das gut gehen.

5
Jun
2009

Ein paar Worte geben auch nur ein paar Eindrücke und niemals das ganze Bild

Vielleicht ist dieser Blog gerade nur Zuflucht, wenn ich einmal schriftlich seufzen will. Weil es mir nicht gefällt, immer anderen in den Ohren zu liegen.
Vielleicht erscheint so ein falsches Bild von meinem Leben und meiner Zufriedenheit.
Vielleicht sollte ich häufiger ein paar Worte finden, wenn es mir gut geht.

Nehmen wir einmal an, ich nutze diesen Blog, wenn es mir schlecht geht.
Dann darf ich es als gutes Zeichen sehen, dass ich ihn relativ wenig nutze.

Also, damit keine Missverständnisse entstehen bei der kleinen Menge Lesern, die mich nicht so kennen, wie ich es (hoffentlich) bin, werde ich ein wenig ausschweifen.

Sollte ich mich selbst beschreiben, würde ich sagen, dass ich ein sehr lebensfroher Mensch bin, der sein Leben so gut es geht genießt.
Ich mag mein Studium. Es ist oft schwer und ich habe nicht selten den Wunsch, alles zu schmeißen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht richtig laufen würde, wenn man nicht auch mal zweifeln könnte. Denn dann ist die Bestätigung umso schöner, wenn es klappt und der Erfolg sichtbar wird.
Ich arbeite also viel dafür, verfluche manchmal alles, aber wenn es dann klappt, dann ist das Glücksgefühl einfach unschlagbar.
Also lerne ich und arbeite und versuche, mir den Kram in den Kopf zu quetschen.
Und wo andere ihren Ausgleich in Tabletten (laut einem Artikel mehr als 50% aller Medizinstudenten), in der Religion oder im Sport suchen, finde ich meine Freunde und meine Familie und die Wochenenden oder freien Tage damit.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es den Namen "Wochenende" trägt. Das hat damit nichts zu tun. Leider sehe ich viele der wirklich besten Freunde nicht sehr oft, weil sie viel zu weit weg wohnen. Also müssen diese seltenen wertvollen Momente auf die vorlesungsfreien Tage verlegt werden.
Aber auch montagmorgens in der Vorlesung habe ich manchmal genauso viel Spaß. Selten, weil immer der Druck des Lernens dahinter steht. Aber der Humor kommt nie zu kurz. Und das ist wohl das Wichtigste.

Davonfliegen, raus aus dem Stress. Das wünscht sich jeder, da bin ich mir sicher. Und manchmal kommt das eine zum anderen und man hat das Gefühl, zu ertränken, den Berg nicht mehr zu bewältigen. Aus so einem Tief holen mich dann die Freunde. Manchmal muss dann leider die Erinnerung an das "Wochenende" reichen, weil man eben nicht immer haben kann, was man will. Aber das klappt.

Ich bin glücklich mit meinem Leben. Und ich wüsste nicht, was ich ändern wollte. Denn es sind die vielen Kleinigkeiten inmitten des großen Ganzen, die das alles so lebenswert machen.


Und dann muss ich doch noch was loswerden, speziell für "dh". In der letzten Woche war ich zweimal in der Kirche. In der Hoffnung, dass es mich aus dem Loch herausholt. Ich habe gebetet, Kerzen angezündet. Als Kind hatte ich manchmal das Gefühl, das hilft.
Aber geholfen hat mir das nicht lange. Geholfen hat nur der Kontakt zu meinen Freunden, zur Familie. Das Lachen mit ihnen. Und dafür kann der Herr nichts. Auch wenn ich das lange so geglaubt habe. Ich selbst bin dafür verantwortlich, dass es mir gut geht.

3
Jun
2009

Fliegen

Manchmal möchte ich einfach raus, wegfliegen, meinen eigenen Weg gehen ohne Verpflichtungen... einfach raus.
So frei wie am Wochenende. Abgelenkt von all dem Mist hier.
Einfach raus.

20
Mai
2009

...

Das Ergebnis, dass eigentlich fast zu erwarten war, schockt dann doch noch viel mehr, als ich je erwartet hatte.
Und dann wünsche ich mir, ich könnte einfach alle Gedanken ausschalten.

19
Mai
2009

Und plötzlich wird alles andere völlig unwichtig

Es macht mich völlig fertig. Dieses Warten.
Und zugleich das Wissen, was alles kommen könnte. Dafür muss man auch nicht Medizin studieren...

Manchmal hat man das Gefühl, jemand will uns prüfen.
logo

malaika

*

Das Leben ist wunderbar - es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel...

*

dscf1704

Just said

Ich sehne mich nach dem...
Ich sehne mich nach dem Meer... ...am Strand spazieren...
m-a-l-a-i-k-a - 15. Aug, 12:26
...und die spezifischen...
...und die spezifischen Antigene sind wieder gestiegen... Wer...
m-a-l-a-i-k-a - 22. Jul, 12:11
Status quo
Eigentlich ist es gerade nur ein Grund, mich vom Lernen...
m-a-l-a-i-k-a - 15. Jul, 14:51
Leben ist das, was passiert,...
Manchmal läuft das Leben so erstaunlich schnell...
m-a-l-a-i-k-a - 20. Jun, 01:02
Ein paar Worte geben...
Vielleicht ist dieser Blog gerade nur Zuflucht, wenn...
m-a-l-a-i-k-a - 5. Jun, 23:05

Flügelschläge

Vielen Dank für...
Vielen Dank für die Worte. Einiges zum Nachdenken....
malaika - 6. Apr, 23:31
Danke
Danke
malaika - 28. Feb, 19:49
Danke. Nett... Links...
Danke. Nett... Links zu Cervixbildern... hmm ;)
malaika - 13. Jan, 22:04
Wo steht denn hier, dass...
Wo steht denn hier, dass ich etwas Besseres bin? Ich...
malaika - 18. Nov, 20:46
Ich habe es nicht gewusst....
Ich habe es nicht gewusst. Und auch nicht geglaubt....
malaika - 19. Jul, 03:46

Geburtsstunden

Online seit 1335 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 22. Dez, 21:41